
Im Bild: Der Poltenhof ist ein vorübergehendes Zuhause für Roma-Familien.
Der „Poltenhof" ist ein Projekt der Vinzenzgemeinschaften Tirol, die Bewohner werden von ehrenamtlichen Frauen und Männern betreut. Dafür wurde die 85. Vinzenzgemeinschaft „Poltenhof" ins Leben gerufen. War der leerstehende Poltenhof in Kranebitten vor kurzem noch mit Bauschutt, Gerümpel und Abfällen verunstaltet, zeigt sich der Hof fein säuberlich herausgeputzt. Die Menschen, die ihre Unterkunft in der Leopoldstraße in Innsbruck verloren haben und hier eingezogen sind, haben unermüdlich gearbeitet, um sich ein vorübergehendes Zuhause zu schaffen. „Wir haben hier etwa 25 Roma mit sechs Kindern von null bis sechs Jahren untergebracht. Das Haus steht uns so lange zur Verfügung, bis dort gebaut wird", sagt Veronika Hackl-Pedrini. Sie kümmert sich mit Ehrenamtlichen liebevoll um die Leute, die am äußersten Rand der Gesellschaft stehen. Die Bewohner teilen sich Küche, Gemeinschafts- und Sanitärräume.
Es gebe klare Strukturen und Regeln, auch stetige Aufklärungsarbeit ist wichtig, sagt sie. Die meisten der Bewohner leben vom Verkauf der Straßenzeitung „20er". Einige können kaum Deutsch, manche sind Analphabeten, daher sind sie auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Seit kurzem erhalten sie auch Deutschunterricht. Die Bewohner des Poltenhofs leisten einen kleinen Beitrag für die Stromkosten und zeigen handwerkliches Geschick. Jeden Samstag stehen Gemeinschaftsarbeiten an.
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